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Resümee zur Ausstellung Jugendliche und sexuelle Gewalt – Echt KRASS! – Wo hört der Spaß auf?

Resümee zur Ausstellung Jugendliche und sexuelle Gewalt – Echt KRASS! – Wo hört der Spaß auf?
28/06/2021

Die Ausstellung Jugendliche und sexuelle Gewalt – Echt KRASS! – Wo hört der Spaß auf? wurde vom 22. April bis zum 18. Mai 2021 im Lycée Bel-Val in Esch-Belval organisiert.
Eine online Weiterbildung zur Ausstellung fand am 21. April 2021 als schulinterne Lehrerweiterbildung (SCHiLW) statt.

Ziel der Ausstellung war es, die Jugendlichen für sexuelle Grenzverletzungen zu sensibilisieren.
Der interaktive Präventionsparcours gab Informationen über sexualisierte Gewalt und über das Recht von Mädchen und Jungen auf Schutz und Hilfe.
Es wurden Handlungsmöglichkeiten für Lehrkräfte, für Fachkräfte des Service psycho-social et d’accompagnement scolaire (SePAS) und des Service socio-éducatif (SSE) sowie für Eltern bei Prävention und Intervention eröffnet.

Insgesamt nahmen 482 Schüler*innen im Alter von 13 bis 16 Jahren aus 29 Klassen an dem Besuch der Ausstellung teil.

Gespräche mit Schüler*innen, Mitgliedern des CePAS und Lehrerinnen waren durchweg positiv im Hinblick auf die Aufmachung, die Thematik und die Weiterempfehlung der Ausstellung.

Einige Lehrkräfte gaben schriftlich eine Rückmeldung oder ergänzende Empfehlungen zur Ausstellung ab. Hierbei wurde vor allem deutlich, dass die Sprache Deutsch teilweise als Hindernis erlebt wurde. Damit alle Schüler*innen die Inhalte der Ausstellung verstehen konnten, leisteten die begleitenden Lehrkräfte, Erzieher*innen und Mitglieder des SePAS Übersetzungshilfe.

Hier könnten in Zukunft Audioguides, mit denen die Texte und Anleitungen auf den Stellwänden der Ausstellung auf Französisch gehört werden können, für Abhilfe sorgen.

 

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Die Ausstellung fand als schulinterne Veranstaltung unter der Leitung des SCRIPT in Zusammenarbeit mit dem Institut de formation de l’Éducation nationale (IFEN) und der Beratungsstelle Nele e.V. Saarbrücken statt.

In fünf Stationen wurden Prinzipien der sexuellen Selbstbestimmung vermittelt:

  • In der Station „Sex sells“ setzten sich die Jugendlichen mit der Darstellung von Sexualität in den Medien auseinander, die oft wenig mit realer Sexualität zu tun hat. Das Internet als Tatort sexueller Übergriffe unter Jugendlichen wurde ebenfalls thematisiert.
  • Welche Sprüche und Reaktionen geeignet sind, um einander näher zu kommen oder aber lästige Anmachen abzuwehren, konnte in der Station „Trial & Error“ diskutiert werden.
  • An der Magnettafel „Stop &Go- Wo hört der Spaß auf?“ konnten Jugendliche mit farbigen Magneten bewerten, welche Situationen für selbstbestimmte Sexualität stehen und welche für übergriffige Situationen. Fremde Erwartungen und Klischees wurden entlarvt.
  • Mobbingsituationen, fiese Sprüche und Witze auf Kosten anderer wurden in der Station „Love & Hate“ illustriert. Über die Tasten einer Hörstation konnten die Jugendlichen abrufen, was die Betroffenen dabei wirklich denken und fühlen. Zivilcourage und Fairness standen im Focus der weiteren Diskussion.
  • Bei „Law & Order“ wurden Mythen über sexuelle Grenzverletzungen beschrieben. Es wurde darüber aufgeklärt, welche Handlungen auch von Jugendlichen verboten beziehungsweise strafbar sind. Die Folgen sexueller Gewalt und die verschiedenen Möglichkeiten der Unterstützung und Hilfe für die Betroffenen wurden aufgezeigt.

Weitere Informationen zur Ausstellung unter sind unter diesem Link zu finden.

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